Im Wiehengebirge südlich von Bad Essen liegen fünf bereits heute sehr naturnahe Bäche, die in ausgeprägten Kerbtälern verlaufen und teilweise unter Schutz stehen oder schutzwürdig sind. In den Bereichen befinden sich noch einzelne standortfremde Nadelbäume (z. B. Fichten), die entfernt werden müssen. Anschließend soll durch natürliche Sukzession eine eigendynamische Waldentwicklung gefördert werden, sodass sich langfristig ein erlen- und eschenreicher Auwald ausbilden kann. Besonders die vorhandenen Quelltöpfe müssen von abgestorbenen oder noch stehenden Fichtenstämmen freigeräumt werden.
Zwei der Kerbtäler sind sehr gut erreichbar; entlang eines Tales verläuft sogar ein Waldweg. Zwei weitere Täler liegen tiefer im Wald und sind für Besucher zwar etwas schwerer zugänglich, können jedoch problemlos begutachtet werden. Außerdem soll der Bachlauf im vordersten Tal aus seiner derzeitigen Unterführung (Betonrohr) herausgeführt und oberirdisch verlegt werden. Die Querung erfolgt künftig über eine Furt.
Übergeordnetes Ziel aller Maßnahmen ist die Entwicklung eines naturnahen Urwaldes.
• Da das Gebiet gut erschlossen ist, können Wanderwege teils in unmittelbarer Nähe der Bachläufe verlaufen.
• Ein Quelltopf liegt direkt an einem Weg und ist daher leicht zugänglich.
• Hinweisschilder, die auf die Beteiligung der jeweiligen Firma an den Renaturierungsmaßnahmen aufmerksam machen, können gut sichtbar im Wald aufgestellt werden.
Drei der Täler liegen etwas weiter im Inneren des Gebirges, sind jedoch ebenfalls erreichbar. Sämtliche Flächen und Maßnahmenbereiche sind jederzeit begehbar. Das Gebiet zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen im Süden von Bad Essen.